Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


Corona-Update: Gottesdienste & Kirchenmusik


An die Superintendentinnen und Superintendenten,
die Pfarrerinnen und Pfarrer,
in der Evangelischen Kirche von Westfalen
sowie die Empfängerinnen und Empfänger des Newsletters "EKvW-Info"


Bielefeld, 9. Juni 2020


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schwestern und Brüder,

mit diesem Newsletter erhalten Sie aktuelle Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie in den Gemeinden und Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen. Wir bitten freundlich um Beachtung und weisen darauf hin, dass die Gemeinden und Kirchenkreise ihre jeweiligen Schutzkonzepte entsprechend ändern und dies wiederum mit den unteren Gesundheitsbehörden absprechen sollten, auch wenn sie die in diesem Newsletter genannten Änderungen durch Proben oder Konzerte in Gemeindehäusern umsetzen wollen. Kirchengemeinden stimmen sich bitte innerhalb des Kirchenkreises mit der Superintendentin bzw. dem Superintendenten ab.

Herzliche Grüße
aus dem Landeskirchenamt


P.S.: Aktuelle Infos erhalten Sie weiterhin per Mail oder auf unserer Website: ekvw.de/corona

Gottesdienste

1. Taufen
Weil Taufen unter Einhaltung des Mindestabstands in der bisherigen Form kaum durchführbar waren, hat es verschiedene Alternativüberlegungen gegeben (Taufkelle, Übergießen des Täuflings mit Wasser durch die Eltern u.a.), die jedoch nicht durchgängig überzeugen konnten.

Angesichts der in der aktuellen Fassung der Corona-Schutzverordnung NRW vom 30.05.2020 ermöglichten temporären Unterschreitung des Mindestabstands z.B. für Friseure/Friseurinnen (vgl. §12 CoronaSchutzVO NRW) erscheint eine analoge Regelung für Pfarrer/Pfarrrerinen bei Taufen möglich und sinnvoll:

  • Die Tauffamilie erklärt sich vorher, zum Beispiel im Taufgespräch,  mit der temporären Unterschreitung des Mindestabstands bei der Taufe einverstanden.
  • Tauffamilie und Pfarrerin/Pfarrer tragen Mundschutz, wenn der Mindestabstand bei einer Taufe unterschritten wird.
  • Die Tauffamilie bringt ein eigenes Hand- bzw. Trockentuch mit.
  • Die Pfarrer/die Pfarrerin desinfiziert sich vor der Taufhandlung für alle sichtbar die Hände.
  • Das Taufvotum (Segen) erfolgt von Seiten der Pfarrerin / des Pfarrers kontaktlos, also ohne Handauflegung.


2. Mund-Nase-Schutz
Angesichts der bestehenden Bedenken wegen einer Virus-Übertragung durch Tröpfchen- oder Aerosol-Infektion wird weiterhin empfohlen, während des gesamten Gottesdienstes einen Mund-Nase-Schutz zu tragen (außer für liturgisch Beteiligte).

Wenn ein zuständiges Leitungsgremium (KSV, Presbyterium) von dieser Empfehlung im Sinne einer Lockerung abweichen möchte, ist sicherzustellen, dass – analog zu Regelungen in Schulen oder Gaststätten (vgl. §2 CoronaSchutzVO NRW) – der Mund-Nase-Schutz nur am Sitzplatz abgenommen wird, wenn alle Beteiligten sitzen.


3. Freiluftgottesdienste
Für Gottesdienst im Freien gelten grundsätzlich die Bestimmungen des Musterschutzkonzepts. Dabei ist deutlich abzugrenzen,  in welchem Areal das Schutzkonzept gilt. Angesichts des geringeren Gefährdungspotenzials sind bei möglichen Lockerungen, die jeweils von den zuständigen Leitungsgremien (KSV, Presbyterium) zu beschließen sind, folgende Punkte zu beachten:

  • Es ist sicherzustellen, dass der Mund-Nase-Schutz nur am (Sitz-)Platz abgenommen wird, wenn alle Beteiligten diesen eingenommen haben.
  • Gemeindegesang ist möglich, sofern ein Mindestabstand von drei Metern eingehalten wird. Wenn der Mindestabstand von drei Metern nicht eingehalten werden kann, ist der Gemeindegesang alternativ nur bei Tragen eines Mund-Nase-Schutzes möglich.
  • Bläserensembles bzw. Chorensembles können am Gottesdienst beteiligt werden. Voraussetzung ist, dass die Zahl der Bläserinnen/Bläser bzw. der Sängerinnen/Sänger möglichst klein gehalten wird und ein Abstand von nebeneinander mindestens zwei bzw. drei Metern und in Ausstoßrichtung von vier Metern eingehalten wird.
  • Eine Rückverfolgung durch Teilnehmendenlisten ist - anders als bei Gottesdiensten in geschlossenen (Kirchen-)Räumen - bei Freiluftgottesdiensten nach §§ 3, 2a CoronaSchVO nicht zwingend vorgeschrieben. Um eine Nachverfolgung bei möglichen Infektionen zu erleichtern, können Teilnahmelisten aber sehr wohl sinnvoll sein.


Kirchenmusik

Wegen der fortbestehenden Bedenken über eine mögliche Gefährdung durch Tröpfchen- und Aerosolinfektion beim Singen raten wir grundsätzlich von einem Probenbeginn sowie Choreinsätzen in Gottesdiensten und Konzerten vor den Sommerferien ab und empfehlen weiterhin, zum Beispiel auf digitale Alternativen auszuweichen.

Wo die Arbeit in kleinen Gruppen dennoch wiederbeginnen soll, muss sie die folgenden Richtlinien berücksichtigen:



Hotline

Für Fragen rund um den Umgang mit dem Corona-Virus in Gemeinden und Kirchenkreisen haben wir kurzfristig eine telefonische Hotline eingerichtet. Sie ist montags bis mittwochs von 8 bis 13 Uhr zu erreichen:
  • Telefon: 0521 594-444

Per E-Mail sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar
(auch an den Wochenenden): corona@ekvw.de

Evangelische Kirche von Westfalen
Das Landeskirchenamt
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld
Deutschland


newsletter@ekvw.de
www.evangelisch-in-westfalen.de